Designschutz & Urheberrecht – Recht auf Urhebernennung

Heute morgen habe ich einen sehr schönen Vortrag zum Thema „Design“ anhören dürfen (Der Vortragende war André Landau, dessen Seite Sie hier ansehen können) . Besonders beeindruckt haben mich übrigens die stylischen und in Optik und Text sehr reduzierten Folien (Ich versuche schon seit einiger Zeit, auch  meine Folien auf das Wesentliche, am Besten nur auf Schlagworte, zu reduzieren und stelle doch immer wieder fest, dass der Drang nach Vollständigkeit und Erklärbär-Mentalität obesiegt).

Jedenfalls ging es in dem Vortrag auch um die Rechtesituation und die Urhebernennung.

Der Urheber, also auch der Designer, Grafiker, Layouter o.ä. hat ein Urheberpersönlichkeitsrecht. Das wird er auch nie mehr los, es geht also bei einer Übertragung von Rechten nicht mit über. Übertragen kann man nur die Nutzungsrechte.

Aus diesem Persönlichkeitsrecht heraus jedenfalls hat der Urheber auch das Recht auf Nennung seines Namens als Urheber des Werks. Daher gilt es aufzupassen: In dem Vertrag mit dem Urheber sollte bestenfalls ein Verzicht auf dieses Recht vereinbart werden, da sonst der Urheber, auch viel später noch Ansprüche haben kann.

Übrigens: In vielen Lizenzbedingungen der einschlägigen Bildagenturen im Internet finden sich auch Passagen, die die Urhebernennung explizit vorschreiben. Wird ein Bild dort „gekauft“, aber die Urhebernennung vergessen, bringt die gesamte Lizenz nichts, da man dennoch abgemahnt werden kann.

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